Darmgesundheit-Check
Ein Überblick, Nutzen und Hintergrund
Darm-Check (Mikrobiomanalyse): Was ist das und welche Vorteile bietet sie?
Eine Mikrobiomanalyse untersucht die Zusammensetzung und Aktivität aller Bakterien im Darm. Diese Bakterien spielen eine entscheidende Rolle für Ihre Gesundheit, da sie an der Verdauung, dem Immunsystem und vielen anderen Körperfunktionen beteiligt sind.
Vorteile einer Mikrobiomanalyse:
- Verbesserung der Verdauungsgesundheit: Erkennt Ungleichgewichte und hilft bei der Diagnose von Verdauungsproblemen wie Reizdarmsyndrom (RDS) und entzündlichen Darmerkrankungen (CED).
- Optimierung der Nährstoffaufnahme: Identifiziert Bakterien, die entscheidend für die Verdauung und Absorption von Nährstoffen sind.
- Stärkung des Immunsystems: Erkennt potenzielle Störungen im Mikrobiom, die das Immunsystem schwächen können, und ermöglicht gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Immunabwehr.
- Personalisierte Ernährungsberatung: Liefert wertvolle Informationen für maßgeschneiderte Ernährungsempfehlungen, um Ihr Mikrobiom zu optimieren.
- Prävention chronischer Erkrankungen: Frühzeitige Erkennung von Ungleichgewichten kann das Risiko für chronische Erkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Durch eine Mikrobiomanalyse erhalten Sie ein detailliertes Bild Ihrer inneren Mikrobenwelt, was Ihnen hilft, gezielte Maßnahmen für eine bessere Gesundheit und ein gesteigertes Wohlbefinden zu ergreifen.
Vereinbaren Sie ein Termin zur Beratung in unserer Paraxis! https://www.doctolib.de/praxis/solingen/frauenaerztin-mihaela-n-gruia
Mehr von uns auf Instagram
Erschöpfung ist eines der Symptome, bei denen der Blick nur auf Östrogen und Progesteron nicht immer die gewünschten Ergebnisse bringt.
Weil die eigentliche Ursache auch woanders liegen kann – im Darm, im Immunsystem, in Bereichen, die auf den ersten Blick nichts mit Hormonen zu tun haben. Genau deshalb vereine ich in meiner Arbeit den Blick auf Hormone, Darmgesundheit und Immunologie – nur zusammen ergibt das ein vollständiges Bild.
#bioidentischehormone #ganzheitlichemedizin #darmgesundheit #erschöpfung
Bevor wir uns die klassischen Sexualhormone ansehen, schauen wir in der Diagnostik oft zunächst auf die Schilddrüse.
Sie beeinflusst über TSH, fT3 und fT4 den gesamten Hormonhaushalt – und damit auch Zyklus, Energie und Stimmung. Ein Aspekt, der bei Hormonthemen häufig übersehen wird.
Bei entsprechenden Beschwerden empfehle ich Dir, das in einem Termin gemeinsam zu besprechen.
#bioidentischehormone #hormontherapie #wechseljahre #hormongesundheit #frauengesundheit
Warum ich Östrogen fast immer über die Haut gebe, nicht als Tablette:
Über die Leber verstoffwechselt, kann Östrogen die Blutgerinnung verändern und so das Thromboserisiko erhöhen. Über die Haut – als Gel, Spray oder Pflaster – kann ich dieses Risiko vermeiden, ohne dass sich die Wirkung verringert.
Welche der drei Formen ich wähle, ist zum Teil individuell, manchmal aber auch eine Frage der Dosierung: Bei stark schwankenden Hormonspiegeln greife ich zum Beispiel eher zum Pflaster, weil es den Spiegel stabiler hält.
#bioidentischehormone #hormontherapie #wechseljahre #hormongesundheit #frauengesundheit
Was passiert, wenn man bioidentische Hormone absetzen möchte? Das ist natürlich möglich – nur möchte man nicht, dass die Hormone im Körper abrupt abfallen. Das könnte ähnliche Beschwerden auslösen wie die Wechseljahre selbst, weil genau dieser Abfall ja auch ihre eigentliche Ursache ist.
Deshalb reduziere ich die Dosierung schrittweise, statt abrupt zu stoppen – so bekommt der Körper Zeit, sich anzupassen, bevor die Hormone irgendwann ganz wegfallen.
#bioidentischehormone #hormontherapie #wechseljahre #hormongesundheit
Warum ich manchmal Speichel statt Blut teste:
Im Blut sehen wir die Gesamtmenge eines Hormons wie Östrogen. Im Speichel dagegen nur den Anteil, der tatsächlich aktiv ist – bei einem echten Mangel macht das keinen Unterschied, beide Werte fallen dann niedrig aus.
Interessant wird es bei Patientinnen mit ausreichend Gesamtöstrogen im Blut, bei denen aber nur ein Teil davon wirklich wirkt. Genau solche Fälle sind der Grund, warum ich mir manchmal beide Werte anschaue, statt mich auf einen zu verlassen.
#bioidentischehormone #hormontherapie #hormonstatus #wechseljahre #frauengesundheit
Ich messe bei jeder Patientin den Hormonspiegel, bevor wir mit der Therapie beginnen - immer.
Warum: Es gibt der Patientin Sicherheit, dass die Therapie zu ihrem Körper passt, statt auf Verdacht zu behandeln. Es gibt mir als Ärztin eine fundierte Grundlage für die Dosierung. Und es liefert einen Vergleichswert, an dem ich später sehen kann, ob die Therapie wirklich greift.
Auf diesen Schritt verzichte ich deshalb nie – er ist für mich keine Option, sondern Voraussetzung.
#bioidentischehormone #hormontherapie #hormonstatus #wechseljahre #frauengesundheit
Ganzheitlich heißt für mich: Ich schaue nicht nur auf die Eierstöcke, sondern auch auf Nebenniere, Schilddrüse und Darm. Östrogen und Progesteron sind nur ein kleiner Ausschnitt aus einem viel größeren System, das eng miteinander verbunden ist.
Deshalb schaue ich immer auf das gesamte System, um meinen Patientinnen nachhaltig zu helfen.
#bioidentischehormone #ganzheitlichemedizin #hormontherapie #wechseljahre
Testosteron wird meist mit männlicher Physiologie assoziiert – dabei produziert auch der weibliche Körper es, nur in deutlich geringeren Mengen, über Eierstöcke und Nebennieren.
Was viele überrascht: Es spielt eine Rolle für Energielevel, Libido und Muskelkraft – trotzdem gehört es in der Frauenheilkunde nicht zur Routineuntersuchung. Antriebslosigkeit, sinkende Libido oder Muskelabbau trotz Training können deshalb leicht anderen Ursachen zugeschrieben werden, obwohl Testosteron mit dahinterstecken kann.
#bioidentischehormone #testosteron #hormonstatus #frauengesundheit
Innovativer Labortest
Laborärztlicher Befundbericht
Anhand einer Stuhlprobe, die bequem zu Hause gewonnen werden kann, wird ein großer Anteil der Darmbakterien erfasst und Ernährungsgewohnheiten sowie Erkrankungsrisiken ermittelt.
Der Laborbefund zeigt
- die bakterielle Vielfalt (Diversität)
- eine mögliche Störung der Darmflora (Dysbiose)
- den Ernährungstyp (Enterotyp)
- den FODMAP-Index
- die Verteilung der häufigsten Bakterienstämme
- die Beurteilung von Erkrankungsrisiken
- die Bildung weiterer Verbindungen (bakterielle Stoffwechselaktivität)
Ärztliche Therapie
Auf Grundlage der labordiagnostischen Ergebnisse können wir eine gezielte Therapie und bei Indikation eine Ernährungsumstellung einleiten.
Darmgesundheit und das Mikrobiom als Schlüssel zur Frauengesundheit
Der Darm ist weit mehr als ein Verdauungsorgan. Er beeinflusst Hormonbalance, Immunsystem und Wohlbefinden. In der Praxis Gruia setzen wir die Mikrobiomanalyse ein, um Ungleichgewichte der Darmflora sichtbar zu machen, und entwickeln daraus individuelle Empfehlungen aus Ernährung, Pro- und Präbiotika sowie Lebensstil-Anpassungen. Besonders relevant ist der Darm für Frauen über die Darm-Hormon-Achse und das Östrobolom, Bakterien, die den Östrogenstoffwechsel mitsteuern. Unsere Empfehlungen orientieren sich an aktueller Mikrobiomforschung und an den Empfehlungen der DGE.
Das Mikrobiom als Ökosystem im Darm
Im Darm leben Billionen Mikroorganismen, die gemeinsam das Mikrobiom bilden. Sie unterstützen die Verdauung, bilden bestimmte Vitamine, schützen vor krankmachenden Keimen und kommunizieren mit dem Immun- und Nervensystem. Eine gesunde, vielfältige Darmflora ist für viele Körperprozesse wichtig. Eine sogenannte Dysbiose (Ungleichgewicht) kann zu Verdauungsbeschwerden, Erschöpfung, Hautproblemen und Stoffwechselauffälligkeiten beitragen.
Darm und Frauengesundheit über die Östrogen-Achse
Bestimmte Darmbakterien (das sogenannte Östrobolom) sind am Östrogenstoffwechsel beteiligt. Ist die Darmflora gestört, kann sich das auf den Hormonhaushalt auswirken: Östrogene können vermehrt rückresorbiert oder zu schnell abgebaut werden. Mögliche Folgen sind PMS, Zyklusstörungen, verstärkte Wechseljahresbeschwerden oder östrogenabhängige Dysbalancen. Auch der Vaginal-pH und damit die Anfälligkeit für Scheideninfekte hängt mit der Darmflora zusammen.
Wann eine Mikrobiomanalyse sinnvoll ist
Eine Mikrobiomanalyse kann hilfreich sein bei:
- Anhaltenden Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Verstopfung, Durchfall)
- Wiederkehrenden Scheideninfekten oder Blasenentzündungen
- Hormonellen Beschwerden ohne klare Ursache (PMS, Zyklusstörungen)
- Hautproblemen (Akne, Neurodermitis, Rosazea ohne klare Ursache)
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Erschöpfungssymptomen ohne organische Erklärung
- Nach längerer Antibiotika-Einnahme
Wie wir vorgehen
Im Erstgespräch besprechen wir Ihre Beschwerden, Ernährung, Vorerkrankungen und Medikamente. Eine Stuhlprobe wird in einem zertifizierten Labor analysiert. Aus der Auswertung leiten wir gemeinsam einen individuellen Plan ab: gezielte Probiotika, präbiotische Ernährungsempfehlungen, Lebensstilfaktoren und, falls nötig, eine Darmkur. Nach 8–12 Wochen ist eine Verlaufskontrolle empfehlenswert.
Häufige Fragen
Was zeigt eine Mikrobiomanalyse?
Sie zeigt, welche Bakteriengruppen in Ihrer Darmflora dominieren, ob ein Ungleichgewicht (Dysbiose) vorliegt und ob Hinweise auf Entzündungen vorhanden sind. Daraus lassen sich gezielte Maßnahmen ableiten, im Gegensatz zu pauschalen Probiotika ohne Diagnostik.
Wie hängen Darm und Hormone zusammen?
Bestimmte Darmbakterien (das Östrobolom) sind am Östrogenstoffwechsel beteiligt. Eine gestörte Darmflora kann Hormonbeschwerden begünstigen oder verstärken.
Übernimmt die Krankenkasse die Mikrobiomanalyse?
Die Mikrobiomanalyse ist in der Regel eine individuelle Gesundheitsleistung. Wir informieren Sie vorab transparent über die Kosten.
Quellen: Sender et al. (Cell 2016) zur Anzahl der Mikroorganismen, Cryan et al. (Physiological Reviews 2019) zur Darm-Hirn-Achse, Plottel/Blaser (Cell Host & Microbe 2011) zum Östrobolom, Thursby/Juge (Biochem. J. 2017).

Mihaela N. Gruia
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schwerpunkte: Bioidentische Hormontherapie, Darmgesundheit und ganzheitliche Frauenheilkunde. Mehr über Mihaela N. Gruia