Wartebereich der Frauenarztpraxis Gruia in Solingen mit Sitzreihe und Blumenvase

Hormonstörungen

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Hormonersatztherapie

Sie stellen folgenden Veränderungen fest oder nehmen Einschränkungen im täglichen Leben wahr? Sie leiden unter?

 

Eine Hormonanalyse schafft Klarheit über mögliche Ursachen, um sie so gezielt wie nötig zu therapieren.

Unser ganzheitlicher Ansatz – auch durch eine sehr schonende Bioidentische Hormonersatztherapie – hilft Ihnen bei einer angenehmen Linderung und Heilung.

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Hinweis:

Je nach Krankheitsbild werden die Laborleistungen teilweise nicht von der Krankenkasse übernommen.

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Es gibt nicht "das eine" Östrogen – der Körper bildet mehrere Typen, je nachdem, welche Wirkung gebraucht wird. Estradiol wirkt auf viele Organe im ganzen Körper, Estriol dagegen vor allem lokal auf Schleimhäute.
Das ist praktisch relevant: Eine Patientin, die zum Beispiel nur unter Scheidentrockenheit leidet, ohne Hitzewallungen oder andere körperweite Symptome, braucht oft gar kein Estradiol – Estriol als lokal wirkende Creme reicht in solchen Fällen häufig aus.
Und genau das ist auch bei der Brustkrebs-Frage entscheidend, allerdings differenzierter, als man auf den ersten Blick denkt: Niedrig dosiertes Estriol als vaginale Creme wird kaum systemisch aufgenommen, und Studien zeigen dafür kein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das gilt aber spezifisch für diese lokale, niedrig dosierte Anwendung – nicht automatisch für Estriol in jeder Form oder Dosierung. Bei einer Brustkrebs-Vorgeschichte sollte man ohnehin immer sehr genau und individuell hinschauen. 
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Wenn ich im Rahmen einer Therapie DHEA verschreibe, gibt es dafür Kapseln in unterschiedlichen Dosierungen – entweder frei erhältlich oder individuell angefertigt in Spezialapotheken. Welche Dosierung passt, entscheide ich anhand des Blut- oder Speichelwerts einer Patientin.
Ersetzt wird bei mir mindestens drei Monate, danach schauen wir erneut auf die Werte. Viele Patientinnen brauchen das DHEA dann gar nicht mehr dauerhaft – der Körper erholt sich und produziert es nach einiger Zeit wieder selbst. Es ist also kein Hormon, das man automatisch für immer nehmen muss.
Wichtig ist mir dabei: Bitte niemals auf eigene Faust DHEA einnehmen oder dosieren. Die richtige Menge hängt von den eigenen Werten ab – ohne Messung und ärztliche Begleitung kann eine Selbstmedikation mehr schaden als nutzen.
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Die Hormonmedizin ist über lange Zeit nicht überall gut verstanden worden – bei so einem komplexen Thema auch nachvollziehbar. Was ich mir trotzdem wünschen würde: mehr Offenheit von offizieller Seite.
Beratung und Labordiagnostik werden uns Gynäkolog:innen bis heute nicht bezahlt, die Kosten trägt die Patientin allein. Dabei arbeiten weltweit längst viele Kolleg:innen seit Jahren mit bioidentischer Hormonersatztherapie, und die Erfahrungen dabei sind überwiegend positiv.
Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Jahren ändert – zugunsten der Patientinnen, die diese Kosten im Moment tragen müssen.
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In den Wechseljahren braucht der Körper eigentlich mehr DHEA als vorher, nicht weniger.
Der Grund: DHEA ist eine Vorstufe für Testosteron und Östrogen. Solange die Eierstöcke aktiv sind, übernehmen die einen Großteil dieser Produktion. Fallen sie in den Wechseljahren weg, muss DHEA aus der Nebenniere einspringen – ausgerechnet in einer Phase, in der viele Frauen durch Stress der Vorjahre bereits einen niedrigeren DHEA-Spiegel haben.
Das erklärt für mich, warum manche Frauen gut durch die Wechseljahre kommen und andere in ein regelrechtes Loch fallen: Fehlt DHEA genau dann, wenn der Körper es am meisten bräuchte, gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht.
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DHEA ist eines der wichtigsten Hormone, die wir haben – und trotzdem haben es die wenigsten auf dem Schirm.
Cortisol kennt fast jeder, DHEA fast niemand. Dabei ist DHEA sein direkter Gegenspieler: Während Cortisol uns in stressigen Phasen aktiviert, sorgt DHEA dafür, dass uns dieser Stress nicht komplett aus der Bahn wirft. Es gibt uns quasi die Stabilität, die Cortisol allein nicht liefern kann.
In meiner Praxis sehe ich das häufig: Sobald DHEA fehlt, verlieren Patientinnen genau diese Stressresistenz. Was viele nicht erwarten würden – das zeigt sich nicht nur psychisch, sondern auch körperlich, zum Beispiel über Muskelschmerzen, die auf den ersten Blick gar nichts mit Hormonen zu tun zu haben scheinen.
Gerade weil DHEA so wenig bekannt ist, wird ein Mangel oft gar nicht in Betracht gezogen – dabei kann genau das der fehlende Baustein sein, um wieder stabiler durch stressige Phasen zu kommen.
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Eine Leitlinie ist eine ärztliche Handlungsempfehlung, basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft – eigentlich das, woran wir uns orientieren sollen.
Zum Thema Progesteron in den Wechseljahren gibt es aber eine Leitlinie, die aus meiner Sicht veraltet ist. Sie besagt: Frauen ohne Gebärmutter brauchen kein Progesteron, weil es angeblich nur dafür da ist, den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu verhindern.
Was diese Sichtweise übersieht: Progesteron wirkt auch im Gehirn und beeinflusst zum Beispiel die Schlafqualität – unabhängig davon, ob überhaupt eine Gebärmutter vorhanden ist. Genau das erlebe ich bei Kolleg:innen, die seit Jahren mit bioidentischen Hormonen arbeiten, immer wieder bestätigt.
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Nicht jede Erschöpfung, jede Unruhe, jedes "irgendwas stimmt nicht" ist automatisch ein Hormonproblem.
In meiner Hormonsprechstunde erlebe ich häufig, dass sich Patientinnen sicher sind: "Das müssen meine Hormone sein." Und dann zeigt die Anamnese: Die Hormone sind völlig in Ordnung, die Ursache liegt ganz woanders, zum Beispiel bei den Mitochondrien oder dem Immunsystem.
Genau diesen Unterschied zu erkennen, schaffe ich nur, weil ich nie isoliert auf ein Hormon schaue, sondern immer den ganzen Körper mitdenke.
 
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Hormonstörungen erkennen und behandeln: Diagnostik in der Praxis Gruia

Hormonstörungen können in jedem Lebensalter auftreten und sich vielfältig zeigen, von Zyklusunregelmäßigkeiten über Gewichtsveränderungen, Müdigkeit, Schlafstörungen bis hin zu Stimmungsschwankungen oder Hautproblemen. In der Praxis Gruia ermitteln wir mit einer ausführlichen Anamnese und gezielter Labordiagnostik, ob eine hormonelle Dysbalance vorliegt. Häufig betroffen sind Östrogen, Progesteron, Schilddrüsenhormone, Testosteron und Cortisol. Auf Basis Ihrer Befunde besprechen wir geeignete Therapiewege, orientiert an aktuellen Leitlinien der DGGG und der Endokrinologen-Fachgesellschaften.

Welche Hormonstörungen sind bei Frauen häufig?

Zu den häufigsten Hormonstörungen zählen Schilddrüsenfunktionsstörungen (Hypo- und Hyperthyreose, Hashimoto-Thyreoiditis), das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS), prämenstruelles Syndrom (PMS) und prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), Gelbkörperschwäche, Hyperandrogenämie sowie Beschwerden in der Perimenopause. Auch Nebennieren- und Stresshormon-Dysbalancen (Cortisol-Veränderungen) wirken sich auf das gynäkologische Hormonsystem aus. Eine systematische Diagnostik klärt, welcher Bereich betroffen ist.

Typische Symptome und wann eine Abklärung sinnvoll ist

Symptome, die auf eine Hormonstörung hinweisen können, sind: unregelmäßiger oder ausbleibender Zyklus, starke oder schmerzhafte Blutungen, unerfüllter Kinderwunsch, ungeklärte Gewichtszunahme, Haarausfall oder vermehrter Haarwuchs (Hirsutismus), Akne im Erwachsenenalter, anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen sowie ausgeprägte Stimmungsschwankungen. Treten solche Beschwerden über mehrere Zyklen auf, lohnt eine ärztliche Abklärung.

So gehen wir in der Diagnostik vor

Den Beginn bildet ein ausführliches Anamnesegespräch zu Beschwerden, Zyklus, Lebensstil und Vorerkrankungen. Je nach Verdacht schließt sich daran eine zyklusgerechte Hormonlabordiagnostik an. Bestimmt werden je nach Fragestellung u. a. FSH, LH, Östradiol, Progesteron, Prolaktin, Testosteron, DHEA-S, SHBG, AMH sowie Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4, ggf. Antikörper). Eine vaginale Sonografie ergänzt das Bild, etwa zur Beurteilung von Eierstöcken und Gebärmutter.

Individuell abgestimmte Therapieoptionen

Die Therapie richtet sich nach Befund und Lebenssituation. Möglich sind Lebensstilanpassungen (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement), Mikronährstoff-Optimierung, zyklusunterstützende Maßnahmen, hormonelle Therapien (z. B. Progesteron, Östradiol oder Schilddrüsenhormone) sowie bei entsprechender Indikation die bioidentische Hormontherapie. Wir besprechen mit Ihnen Nutzen, Risiken und Alternativen.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sind Hormonstörungen möglich?

Hormonelle Veränderungen können bereits im Jugendalter auftreten (z. B. PCOS) und kommen in jeder Lebensphase vor. Häufig zeigen sie sich in der Perimenopause (ca. ab Mitte 40), aber auch jüngere Frauen mit Kinderwunsch oder Zyklusproblemen sollten abgeklärt werden.

Welche Laborwerte werden bei Hormonstörungen bestimmt?

Üblich sind FSH, LH, Östradiol, Progesteron, Testosteron, DHEA-S, Prolaktin, Schilddrüsenwerte und bei Bedarf Cortisol oder AMH. Welche Werte sinnvoll sind, hängt von der Fragestellung und dem Zyklustag ab.

Müssen Hormonstörungen immer mit Hormonen behandelt werden?

Nein. Viele Beschwerden lassen sich zunächst über Lebensstil, Ernährung und Mikronährstoffe verbessern. Eine Hormontherapie ist eine Option unter mehreren und wird individuell abgewogen.

Quellen: DGGG/AWMF-Leitlinien zu PCOS, Endometriose, Peri- und Postmenopause; Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie; RKI-Frauengesundheitsbericht.

Mihaela N. Gruia, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Frauenarztpraxis Solingen

Mihaela N. Gruia

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Schwerpunkte: Bioidentische Hormontherapie, Darmgesundheit und ganzheitliche Frauenheilkunde. Mehr über Mihaela N. Gruia

✓ Medizinisch geprüft von Mihaela N. GruiaZuletzt aktualisiert am

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